Blended History - Kapitel 10 - Gregors Abschied

Im März 2004 wuchs mehr und mehr die Unzufriedenheit über unseren damaligen Proberaum. Wir beschlossen uns einen neuen zu suchen und mussten feststellen, dass dies gar nicht so einfach war. Nachdem wir schließlich endlich einen gefunden hatten, überraschte uns Gregor Ende März mit der Ankündigung, er würde sich vorerst von Blended zurückziehen und nicht in den neuen Proberaum mit umziehen. Für die zwei bereits geplanten Auftritte im April würde er aber selbstverständlich als Gitarrist noch zur Verfügung stehen.
Wir waren zunächst geschockt, trafen uns aber bald darauf, um die Gründe für diese plötzliche Entscheidung zu erfahren. Es stellte sich heraus, dass Gregor schon länger überlegt hatte diesen Schritt zu machen. Der Umzug in den neuen Proberaum war nur der richtige Zeitpunkt, um sich nicht wieder in Verpflichtungen zu begeben. Die Hauptgründe waren zeitliche Unvereinbarkeiten und eine Prioritätenverlagerung in Richtung Beruf. Nach dem gemeinsamen Gespräch war sich Gregor dann aber nicht mehr so sicher, ob sein Entschluss richtig gewesen war und bat uns, ihm einen Monat Bedenkzeit zu geben.
Die Auftritte am 7.4. und 13.4., bei denen wir die Österreichtour von Corkscrew aus Malta für die Band:Union unterstützten, waren dennoch überschattet von der Aussicht bald keinen zweiten Gitarristen mehr zu haben.
Anfang Mai bestätigte Gregor schließlich seine Entscheidung und trennte sich offiziell von Blended.


Gregor bei seinem Abschiedskonzert im Shelter

Die Trennung fiel uns sehr schwer, da wir wussten, dass Blended mit dem Ausscheiden Gregors etwas verloren hatte, was nicht zu ersetzen war.

Wie sollte es nun also weitergehen?
Zu viert wollten wir auf keinen Fall weiterspielen, da alle unsere Lieder auf zwei Gitarristen aufgebaut waren und wir sie auch nicht derart drastisch umgestalten wollten. Blended generell aufzulösen und fortwährend auf Solopfaden zu wandeln diskutierten wir, war aber angesichts unserer noch immer vorhandenen Begeisterung für unsere Musik schließlich auch keine zufriedenstellende Alternative. Ein neuer Gitarrist musste also her.
Nach etwa einem Monat, innerhalb dessen Flo auch einen Auftritt bei der CD-Präsentation von JABAs Ignore All Thats Prior absolvierte, hatten wir dann zwei Kandidaten gefunden: Stefan Haberleitner, der sich später entschied doch wieder mit seiner Band OnEleven weiterzumachen und Jakob Mayer, den Bruder von Flo, treuer Fan und Anhänger der ersten Stunde. Jakob wurde mit offenen Armen aufgenommen, fand sich schnell ein und brachte wieder Schwung und frischen Wind in die Band. Er hatte auch eine Menge eigenes Equipment und trug dadurch maßgeblich zu einem neuen Blended-Sound bei.
Blended war wieder am Leben.

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